Anerkennung oder Abwertung: Über die Verarbeitung sozialer by Barbara Kaletta

By Barbara Kaletta

Anerkannt zu werden, ist nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis, sondern vermittelt ebenfalls das Gefühl, in einen sozialen Kontext integriert zu sein. Wie kann es sich aber auswirken, wenn Menschen damit umgehen müssen, weniger Anerkennung zu erfahren als sie sich wünschen?
Indem untersucht wird, ob dies dazu führen kann, dass die betroffene individual menschenfeindliche Einstellungen entwickelt, wird einem von verschiedenen möglichen Verarbeitungsmechanismen nachgegangen.

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Das empirische Vorliegen dieses Syndroms wurde erstmals im Untersuchungsjahr 2002 aufgezeigt und konnte in den folgenden Erhebungsjahren repliziert werden (vgl. Heitmeyer, 2002b, 2003, 2005, 2006b, 2007). Das bedeutet, es konnten durch die Berechnung von Korrelationen zwischen allen untersuchten Komponenten der Menschenfeindlichkeit Zusammenhänge zwischen diesen aufgezeigt werden. 42 Erste theoretische Annäherung an das Forschungsproblem Fremdenfeindlichkeit Rassismus Abwertung von Behinderten Antisemitismus Sexismus Syndrom Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit Homophobie Abwertung von Obdachlosen Abb.

Werden bestimmte „innere Zustände“ als Indikator für die Integration einer Person in den Mittelpunkt der Betrachtung gesetzt, so wird also die Frage nach Integration an Bewertungen und Gefühlen der integrierten bzw. desintegrierten Person festgemacht. B. die Identifikation mit der betrachteten Gruppe, die Orientierung an ihren Zielen, die Einschätzung, ob die vorhandenen Herrschaftsstrukturen als legitim erachtet werden, oder das subjektive Gefühl, von der Gruppe angenommen zu werden, als Kriterien für den Integrationszustand einer Person herangezogen werden.

So beschreibt Riesman, dass eine starke Orientierung an der Anerkennung anderer eine Person in einen Zustand versetzen kann, der sich auch als Selbstentfremdung bezeichnen lässt, wenn er über eine solche außengeleitete Person schreibt, dass sie „nicht viel mehr ist als die Abfolge verschiedener Rollen und Begegnungen mit anderen und schließlich nicht mehr weiß, wer er eigentlich wirklich ist und was mit ihm geschieht. Ebenso wie eine Firma ihren festen Preis zugunsten von Preisabsprachen aufgibt, die im geheimen bestimmt und nach der geschätzten Kaufkraft des jeweiligen Kundenkreises und auf Grund bestimmter Erwägungen wie das ‚wohlwollende’ Entgegenkommen dem Abnehmer gegenüber oder aus Werbezwecken variiert werden, so gibt auch der außen-geleitete Mensch die feste Charakterrolle des innen-geleiteten Menschen auf und übernimmt eine Vielfalt von Rollen, die er im geheimen festlegt und entsprechend den verschiedenen Begebenheiten und Begegnungen variiert“ (Riesman, Denney, & Glazer, 1974 S.

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